Unter 120 oder unter 130: Welches Blutdruckziel gilt bei CKD?

Wer Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und Hypertonie behandelt, steht vor zwei Zielwerten. KDIGO empfiehlt seit 2021 einen systolischen Blutdruck unter 120 mmHg, wenn er vertragen wird. Die europäischen Leitlinien bleiben bei unter 130. Dounousi, Georgianos und Agarwal stellen in Nephrology Dialysis Transplantation die Argumente für und gegen das strengere Ziel nebeneinander und schließen mit einem Konsens.

Unter 120 oder unter 130: Welches Blutdruckziel gilt bei CKD?

Herzinfarkt bei chronischer Nierenerkrankung: Symptome und Tests täuschen

Die meisten Menschen mit chronischer Nierenerkrankung erreichen die Dialyse nie. Sie sterben vorher kardiovaskulär. Ein CJASN-Review arbeitet auf, warum die gewohnte kardiologische Diagnostik hier schlechter funktioniert.

Herzinfarkt bei chronischer Nierenerkrankung: Symptome und Tests täuschen

Hämodiafiltration statt Hämodialyse, senkt sie die Sterblichkeit?

Bei der Hämodiafiltration kommt zur Diffusion der klassischen Dialyse die Konvektion hinzu. Über den Filter wird eine große Menge Plasmawasser entfernt und durch Substitutionslösung ersetzt, bei der Postdilution meist 20 bis 30 Liter pro Sitzung. So werden mittelgroße Moleküle wie Beta-2-Mikroglobulin besser entfernt als mit der High-Flux-Hämodialyse. Ob das auch das Überleben verlängert, ist seit Jahren die zentrale Frage.

Hämodiafiltration statt Hämodialyse, senkt sie die Sterblichkeit?

Zeigt ein Urinmarker früher als eGFR und Albuminurie, dass die Nierenfunktion abnimmt?

Die Risikoeinschätzung bei chronischer Nierenerkrankung ruht auf drei Säulen: eGFR, Albuminurie und Grunderkrankung. So sieht es auch die KDIGO-Leitlinie 2024 vor. Diese Werte sind unverzichtbar, sie messen aber nicht direkt, was im Tubulointerstitium passiert. Tubulointerstitielle Fibrose und Tubulusatrophie in der Biopsie haben eine eigene prognostische Aussagekraft. Die Biopsie ist jedoch invasiv und wird nur gezielt eingesetzt.

Zeigt ein Urinmarker früher als eGFR und Albuminurie, dass die Nierenfunktion abnimmt?

Albumin oder Gesamteiweiß im Urin: Macht es für die Prognose bei CKD einen Unterschied?

Die Leitlinien empfehlen zur Einschätzung der chronischen Nierenerkrankung die Albumin-Kreatinin-Ratio im Urin (UACR). Der Grund: Sie ist statistisch enger mit Nierenversagen verbunden als die Protein-Kreatinin-Ratio (UPCR). Die UACR braucht aber ein immunturbidimetrisches Verfahren, das nicht überall verfügbar ist. Die UPCR läuft mit breit verfügbarer Kolorimetrie.

Albumin oder Gesamteiweiß im Urin: Macht es für die Prognose bei CKD einen Unterschied?

Wann solltest du bei Bluthochdruck an einen primären Hyperaldosteronismus denken?

Der primäre Hyperaldosteronismus ist häufig und bleibt oft unerkannt. Ein JAMA Insights von Rafey, Davis und Hamrahian fasst zusammen, was die Leitlinien der Endocrine Society und von AHA und ACC aus dem Jahr 2025 zu Screening, Diagnostik und Therapie sagen. Es ist eine kurze klinische Übersicht, keine neue Studie. Für den Alltag ist sie trotzdem nützlich, weil sie die beiden Leitlinien nebeneinanderstellt.

Wann solltest du bei Bluthochdruck an einen primären Hyperaldosteronismus denken?

Ein im Labor gezüchtetes Blutgefäß als Dialysezugang

Viele Dialysepatienten bekommen nie einen Shunt, der sich punktieren lässt. Ein im Labor gezüchtetes Blutgefäß soll das ändern. Jetzt gibt es erste randomisierte Daten.

Ein im Labor gezüchtetes Blutgefäß als Dialysezugang