Eculizumab bei Goodpasture zur Standardtherapie hinzu?

Die Anti-GBM-Erkrankung ist selten, und sie verzeiht wenig. Wer mit rasch progredienter Glomerulonephritis kommt, bei Diagnose schon dialysepflichtig ist und in der Biopsie Halbmonde in über 85 Prozent der Glomeruli zeigt, hat unter der Standardtherapie aus Plasmaapherese, Cyclophosphamid und Steroiden eine schlechte Prognose. Etwa ein Drittel spricht nicht ausreichend an.

Eculizumab bei Goodpasture zur Standardtherapie hinzu?

Je überzeugender die KI klingt, desto schwerer sind ihre Fehler zu erkennen

Ein Mann, 61 Jahre, kommt mit zunehmender Atemnot. Der Assistenzarzt denkt an eine dekompensierte Herzinsuffizienz und lässt seine Verdachtsdiagnose von einem KI-System gegenprüfen. Das System bestätigt ihn und schlägt die leitliniengerechte Therapie vor. Er übernimmt den Plan.

Je überzeugender die KI klingt, desto schwerer sind ihre Fehler zu erkennen

Intermittierende Dialyse oder CRRT: Ändert ICRAKI den Start auf der Intensivstation?

Welches Verfahren soll ein kritisch kranker Patient mit akutem Nierenversagen bekommen, wenn die Dialyse nötig wird? Die intermittierende Hämodialyse läuft in Sitzungen von drei bis sechs Stunden. Die kontinuierliche Nierenersatztherapie (CRRT) läuft rund um die Uhr, als Dialyse, Filtration oder Kombination beider. Welches Verfahren besser ist, war bisher offen. Die französische ICRAKI-Studie im New England Journal of Medicine gibt darauf eine Antwort, die die Autoren selbst als unerwartet bezeichnen.

Intermittierende Dialyse oder CRRT: Ändert ICRAKI den Start auf der Intensivstation?

Shunt oder Katheter für die Dialyse? Die erste randomisierte Studie scheitert an der Rekrutierung

Die Hämodialyse braucht einen Zugang, der dreimal pro Woche große Blutmengen liefert. Entweder eine chirurgisch angelegte Verbindung zwischen Arterie und Vene am Arm, der Shunt, oder ein Katheter in einer großen Halsvene: sofort einsatzbereit, aber dauerhaft eine Eintrittspforte für Bakterien.

Shunt oder Katheter für die Dialyse? Die erste randomisierte Studie scheitert an der Rekrutierung

Wer hält die Weiterbildung durch? Nicht die mit den besten Noten

Angela Duckworth verließ mit 27 die Unternehmensberatung und unterrichtete Mathematik in der siebten Klasse an öffentlichen Schulen in New York. Dort fiel ihr etwas auf: Der IQ war nicht der einzige Unterschied zwischen ihren besten und ihren schwächsten Schülern. Manche starken Schüler hatten keine herausragenden Werte. Manche der klügsten kamen nicht mit.

Wer hält die Weiterbildung durch? Nicht die mit den besten Noten

Elektrolytstörungen auf der Intensivstation: Der Volumenstatus lässt sich am Bett nicht schätzen

Kaum ein Intensivpatient bleibt verschont. Im Verlauf entwickeln bis zu 75 Prozent eine Hypophosphatämie, über 65 Prozent einen Magnesiummangel, bis zu 25 Prozent eine Hyponatriämie. Bei Aufnahme haben 17 Prozent zu wenig und 12 Prozent zu viel Kalium. Eine aktuelle Übersichtsarbeit ordnet diese Störungen für den Alltag ein. Ihr zentraler Punkt ist ein diagnostischer: Der klinische Eindruck trägt hier nicht.

Elektrolytstörungen auf der Intensivstation: Der Volumenstatus lässt sich am Bett nicht schätzen

Akutes Nierenversagen unter Checkpoint-Inhibitoren — die Biopsie bleibt der Goldstandard

Checkpoint-Inhibitoren werden bei immer mehr Tumorentitäten und in immer früheren Krankheitsstadien eingesetzt. Damit steigt auch die Zahl der nephrologischen Konsile. Die 34. Acute Disease Quality Initiative hat dazu die erste multidisziplinäre Konsensusarbeit vorgelegt: 16 Aussagen aus einem Delphi-Verfahren mit über 85 Prozent Zustimmung.

Akutes Nierenversagen unter Checkpoint-Inhibitoren — die Biopsie bleibt der Goldstandard

Unter 120 oder unter 130: Welches Blutdruckziel gilt bei CKD?

Wer Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und Hypertonie behandelt, steht vor zwei Zielwerten. KDIGO empfiehlt seit 2021 einen systolischen Blutdruck unter 120 mmHg, wenn er vertragen wird. Die europäischen Leitlinien bleiben bei unter 130. Dounousi, Georgianos und Agarwal stellen in Nephrology Dialysis Transplantation die Argumente für und gegen das strengere Ziel nebeneinander und schließen mit einem Konsens.

Unter 120 oder unter 130: Welches Blutdruckziel gilt bei CKD?

Herzinfarkt bei chronischer Nierenerkrankung: Symptome und Tests täuschen

Die meisten Menschen mit chronischer Nierenerkrankung erreichen die Dialyse nie. Sie sterben vorher kardiovaskulär. Ein CJASN-Review arbeitet auf, warum die gewohnte kardiologische Diagnostik hier schlechter funktioniert.

Herzinfarkt bei chronischer Nierenerkrankung: Symptome und Tests täuschen

Hämodiafiltration statt Hämodialyse, senkt sie die Sterblichkeit?

Bei der Hämodiafiltration kommt zur Diffusion der klassischen Dialyse die Konvektion hinzu. Über den Filter wird eine große Menge Plasmawasser entfernt und durch Substitutionslösung ersetzt, bei der Postdilution meist 20 bis 30 Liter pro Sitzung. So werden mittelgroße Moleküle wie Beta-2-Mikroglobulin besser entfernt als mit der High-Flux-Hämodialyse. Ob das auch das Überleben verlängert, ist seit Jahren die zentrale Frage.

Hämodiafiltration statt Hämodialyse, senkt sie die Sterblichkeit?