UACR – was der Urinwert bedeutet

Die UACR ist einer der wichtigsten Nierenwerte und wird trotzdem oft übersehen. Sie ergänzt die eGFR und zeigt, wie aktiv eine Nierenschädigung ist und wie wahrscheinlich sie fortschreitet.

Was die UACR misst

UACR steht für Harn-Albumin-Kreatinin-Ratio. Sie gibt an, wie viel Albumin im Verhältnis zum Kreatinin über den Urin ausgeschieden wird. Schon kleine Mengen können ein frühes Warnzeichen sein.

Warum sie so aussagekräftig ist

Die eGFR zeigt die Filterleistung, die UACR die Schädigung selbst. Eine erhöhte UACR ist ein eigenständiger Marker für Fortschreiten und Herz-Kreislauf-Risiko, oft bevor die eGFR auffällig wird.

Orientierung

Unter 30 mg/g normal bis leicht erhöht, 30 bis 300 mg/g moderat erhöht, über 300 mg/g stark erhöht.

Tabelle: Risiko nach eGFR und UACR nach KDIGO 2024. Zeilen eGFR-Stadien G1 bis G5, Spalten UACR-Kategorien A1 (unter 30 mg/g), A2 (30 bis 300 mg/g) und A3 (über 300 mg/g). Niedriges Risiko nur bei G1 oder G2 mit A1; mäßig erhöht bei G1/G2 mit A2 und G3a mit A1; hoch bei G1/G2 mit A3, G3a mit A2 und G3b mit A1; sehr hoch bei G3a mit A3, G3b mit A2 oder A3 sowie bei G4 und G5.
Risiko nach eGFR und UACR. Einteilung nach KDIGO 2024, eigene Darstellung.

Was man tun kann

Eine erhöhte UACR lässt sich gezielt behandeln, unter anderem über Blutdruck, Blutzucker und nierenschützende Medikamente. Sinkt die UACR, ist das meist ein gutes Zeichen.

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Persönliche Einschätzung

Wenn Ihre UACR erhöht ist, kann eine nephrologische Einschätzung den Wert für Sie einordnen. Zur nephrologischen Privatsprechstunde

Hinweis: Die Sprechstunde ist eine Privat- und Selbstzahlerleistung.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung.