eGFR 45 – wie schlimm ist das?

Eine eGFR von 45 bedeutet, dass die Nieren noch etwa die Hälfte ihrer normalen Filterleistung erbringen. Ob die Situation stabil oder ernst ist, zeigt sich erst im Zusammenspiel mit der Eiweißausscheidung im Urin.

Was die eGFR aussagt

Ein Wert um 45 entspricht einer mittelgradigen Einschränkung, an der Grenze der Stadien G3a und G3b.

Warum die UACR genauso wichtig ist

Zwei Menschen mit einer eGFR von 45 können sehr unterschiedlich dastehen. Wer kaum Albumin ausscheidet, hat eine deutlich günstigere Prognose als jemand mit stark erhöhter UACR. Fachleute teilen die Erkrankung deshalb nach GFR und Albuminurie ein.

Tabelle: Risiko nach eGFR und UACR nach KDIGO 2024. Zeilen eGFR-Stadien G1 bis G5, Spalten UACR-Kategorien A1 (unter 30 mg/g), A2 (30 bis 300 mg/g) und A3 (über 300 mg/g). Niedriges Risiko nur bei G1 oder G2 mit A1; mäßig erhöht bei G1/G2 mit A2 und G3a mit A1; hoch bei G1/G2 mit A3, G3a mit A2 und G3b mit A1; sehr hoch bei G3a mit A3, G3b mit A2 oder A3 sowie bei G4 und G5.
Risiko nach eGFR und UACR. Einteilung nach KDIGO 2024, eigene Darstellung.

Orientierung zur UACR

  • Unter 30 mg/g: normal bis leicht erhöht.
  • 30 bis 300 mg/g: moderat erhöht.
  • Über 300 mg/g: stark erhöht.

Was jetzt sinnvoll ist

Den Verlauf beobachten und das Fortschreiten bremsen. Blutdruck, Blutzucker und Eiweißausscheidung lassen sich gezielt behandeln, moderne Medikamente können den Verlauf verlangsamen.

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Persönliche Einschätzung

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Kombination aus eGFR und UACR einzuordnen ist, kann eine unabhängige nephrologische Einschätzung Klarheit schaffen. Zur nephrologischen Privatsprechstunde

Hinweis: Die Sprechstunde ist eine Privat- und Selbstzahlerleistung.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung.