Neben einer guten Einstellung von Blutdruck und Blutzucker gibt es heute mehrere Medikamentengruppen, die das Fortschreiten einer chronischen Nierenerkrankung verlangsamen können. Einige davon schützen zugleich Herz und Gefäße.
Welche Ansätze es gibt
- Bestimmte Blutdruckmedikamente, die zusätzlich die Eiweißausscheidung im Urin senken.
- Medikamente, die ursprünglich für Diabetes entwickelt wurden und die Filterkörperchen der Niere entlasten. Sie werden inzwischen auch bei Nierenerkrankungen ohne Diabetes eingesetzt.
- Bei einer Nierenerkrankung im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes ergänzende Medikamente, die Entzündungs- und Vernarbungsprozesse in Niere und Herz dämpfen.
Für wen sie infrage kommen
Welche Medikamente sinnvoll sind, hängt von eGFR, UACR, Kaliumwert, Begleiterkrankungen und der bisherigen Behandlung ab. Grundlage ist meist eine gut eingestellte Blutdrucktherapie. Manche Medikamente werden erst ab bestimmten Nierenwerten begonnen oder setzen einen normalen Kaliumwert voraus.
Was zu beachten ist
Wie jedes Medikament haben auch diese Besonderheiten. Nierenwerte und Kalium werden besonders zu Beginn der Behandlung kontrolliert. Auswahl und Einstellung gehören in ärztliche Hand.
Weiterlesen
- Bluthochdruck und Nieren
- UACR – der Urinwert
- Dialyse hinauszögern
- Alle Patienteninformationen im Überblick
Persönliche Einschätzung
Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre aktuelle Behandlung die heutigen Möglichkeiten zum Nierenschutz ausschöpft, kann eine nephrologische Einschätzung das klären. Zur nephrologischen Privatsprechstunde
Hinweis: Die Sprechstunde ist eine Privat- und Selbstzahlerleistung.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung.