Wenn die Nierenfunktion sinkt, taucht früher oder später die Frage auf, ab wann eine Dialyse nötig wird. Der Zeitpunkt richtet sich nicht nach einem einzelnen Laborwert, sondern nach Beschwerden, Begleiterkrankungen und dem Verlauf über die Zeit.
Nicht der eine Wert entscheidet
Die eGFR ist ein wichtiger Anhaltspunkt, aber kein Schalter. Zwei Menschen mit derselben eGFR können unterschiedlich weit von der Dialyse entfernt sein.
Auch die Eiweißausscheidung zählt
Die UACR zeigt, wie viel Albumin über den Urin verloren geht, und sagt viel über das Tempo des Fortschreitens aus. Deshalb beurteile ich nie die eGFR allein, sondern immer zusammen mit der UACR.
Worauf es ankommt
- Symptome wie Übelkeit, Appetitverlust, Wasseransammlungen oder Luftnot.
- Laborwerte, die sich nicht mehr gut einstellen lassen, etwa Kalium oder der Säure-Basen-Haushalt.
- Wie schnell sich die Werte über Monate verändern.
- Höhe und Verlauf der Albuminausscheidung im Urin.
- Begleiterkrankungen wie Herzschwäche oder Diabetes.
Lässt sich der Beginn hinauszögern?
Oft ja. Eine konsequente Behandlung von Blutdruck, Blutzucker und Übersäuerung sowie moderne Medikamente können den Verlauf verlangsamen.
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Persönliche Einschätzung
Wenn ein Dialysebeginn im Raum steht und Sie unsicher sind, ob der Zeitpunkt richtig gewählt ist, kann eine unabhängige nephrologische Einschätzung helfen. Zur nephrologischen Privatsprechstunde
Hinweis: Die Sprechstunde ist eine Privat- und Selbstzahlerleistung.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung.